Kernhaltige Zellen präsentieren auf ihren MHC1-Molekülen primär Peptidfragmente, die aus dem Zytosol stammen. Im Zytosol finden Synthese, Faltung und Degradierung von sowohl zellulären, als auch von Virus- und Tumor-Proteinen, statt. Abnormale und fremde Proteine werden für den Abbau mit Ubiquitin markiert, prozessiert und auf MHC1-Molekülen auf die Zelloberfläche transportiert.
Professionelle Antigen präsentierende Zellen tragen auf ihren MHC2-Molekülen Fragmente von Proteinen aus der Umgebung der Zelle, die sie endozytotisch aufgenommen haben. Der sinkende pH-Wert bei der Vesikel-Reifung führt vermutlich zu einer zumindest partiellen Denaturierung der eingeschlossenen Antigene, die durch Peptidasen angegriffen und prozessiert werden.
MHC1-Moleküle können nicht nur Peptide aus dem Zytosol, sondern auch aus endo- oder phagozytierten Antigenen präsentieren. Diese sogenannte Kreuzpräsentation wurde in vivo bei Dendritischen Zellen und Makrophagen beobachtet. Sie ist in vielen Fällen wichtig für die Induktion von Immunantworten und die Immuntoleranz. Ihre Mechanismen sind bislang nicht eindeutig geklärt.
Bislang sind nur wenige Antigene hinsichtlich T-Zell-Epitopen intensiv untersucht worden. Eigentlich trifft das nur für einige HIV-Proteine zu. Sowohl für das Verständnis der Antigen-Prozessierung als auch für die Impfstoff-Entwicklung ist die Frage interessant, ob T-Zell-Epitope auch in nicht-HIV-Proteinen klustern und wovon die Lokalisation der Kluster abhängt.
Bei HIV-Proteinen wurden viele CTL-Epitope für verschiedene HLA-Restriktionselemente bestimmt. Dabei fiel auf, daß es innerhalb der primären Aminosäuresequenz der Proteine immunologische Hotspots gibt bzw. T-Zell-Epitope in bestimmten Bereichen, sogenannten Klustern, gehäuft auftreten. Es konnten Hinweise auf eine Korrelation zwischen Hydrophobizität und CTL-Epitopdichte und eine hohe Konserviertheit der hydrophoben, CTL-Epitope enthaltenden Regionen gefunden werden.
Im Vergleich zu CTL-Epitopen sind bisher nur deutlich weniger MHC2 bindende Epitope bekannt. Sie weisen wenig ausgeprägte Bindemotive auf. Für das HIV-Protein GP120 wurde gezeigt, daß Epitope, die an murine MHC2-Moleküle binden, tendenziell auf der Proteinoberfläche gelegen sind. Es wurde spekuliert, daß dies mit dem präferentiellen Angriff von Prozessierungs-Enzymen auf der Protein-Oberfläche und dabei besonders an Aspariginen zusammenhängen könnte.
Die dargestellten Diagramme, Abbildungen, 3D-Modelle und Movies sind im Rahmen einer 2006 am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik Freiburg und der Klinik für Strahlenheilkunde der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angefertigten Diplomarbeit entstanden und für diese Internet-Seite aufbereitet oder neu erstellt worden.
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